2026-01-20 Orgelhalle
Termin
20. - 23.01.2026
Ziel:
Orgelhalle -Schacht erschlossern
Untertischkathedrale
Teilnehmer
Andrew McLeod, Ethan Hanley, Paul McCarron, Alexander Ried, Axel Hack
Ablauf
20.1.: Anmarsch zum Grünkogelbiwak
21.1.: Diophane-Schlot/ UnterTisch
22.1.: Diophane-Schlot/ Sightseeing
23.1.: Ausstieg
Orgelhalle und Du Dumme Sau
Montag
gegen Nachmittag sind alle in München. Von hier aus geht es über die bekannte Pizzeria ins Vereinsheim und die Materialexplosion beginnt. Es wird dann doch etwas später, bis jeder Schleifsack gepackt ist.
Dienstag
ohne besondere Vorkommnisse, aber mit einigem Eis im Eingangsbereich geht es ins Grünkogelbiwak.
Mittwoch
Andrew und Paul machen sich auf zum Diophane Schlot in der Orgelhalle während Alex, Ethan und ich uns zur Untertischkathedrale aufmachen um zu klären ob eine weitere Forschung in diesem anspruchsvollen Gebiet überhaupt sinnvoll ist.
In der Sahara trennen wir uns leider von Ethan der sich gestern 2 böse Blasen gelaufen hat. Alex und ich wechseln die Schleifsäcke, nehmen den Hammer auf und fügen uns unserem Schicksal, während Ethan sich zurück zum Grünkogelbiwak aufmacht.
Mühsame 3 ½ h später stehen wir am ersten Fragezeichen in der Halle nach der Untertischkathedrale. Eine überraschend saubere Kletterpartie bringt mich an den Boden eines kleinen Schachtes und von dort aus über eine weitere Stufe zu einer wasserführenden Spalte die nach wenigen Metern zu eng wird. Auf eine Vermessung wird verzichtet, wir haben wichtigeres zu klären.
Endlich in der letzten bekannten Halle angekommen legen wir Material ab und steigen in den aktiven Meander ab. An dessen Ende wartet ein weiteres Fragezeichen. Eine kleine, verlehmte Röhre zieht sich leicht nach oben. Nach einigen Metern der Suhlerei knickt der Schluf nach rechts ab. Ab hier geht es in einem kleinen Canyon wieder leicht nach unten. Allerdings ist mit Schachtzeug hier kein weiterkommen mehr und Alex zeigt auch keine rechte Lust mir in den Batz zu folgen. Ohne Vermessung der 20m treten wir den Rückzug an. Für dieses Fragezeichen braucht es härtere Forscher! Während Alex das Seil und die Laschen ausbaut, wasche ich mein Gerödel, dass nach einigen Minuten tatsächlich wieder wie Schachtzeug aussieht.
Das letzte Fragezeichen liegt am Ende mehrere kurzer, aber unschön gatschiger Aufstiege. Oben angekommen kramt Alex seine Schlosser-Ausrüstung aus dem Sack und überzeugt mich, dass der nächste Aufstieg doch gar nicht so schlimm aussieht. Wäre hier nicht ein kleines Stück alten Sinterbodens auf dem man dem Stiefeltiefen Lehm entkommen kann hätte ich ihn zum Teufel gejagt.
Oben setzt ein bewetterter, horizontaler Gang an den wir gebückt bis zu einer kleinen Lehmrampe verfolgen. Hier bräuchte es mehr Material das unten am Aufstieg liegt. Nachdem die Zeit schon weit fortgeschritten ist, krame ich das Vermessungszeug raus, entscheide mich dann aber doch meinen Kopf noch in ein Loch zu stecken:
Ein paralleler, lehmfreier Gang zieht nach oben. Nach 5m kann man sich durch ein Loch in einem altem Sinterboden aufrichten und…
… schaut von einer 6m hohen Brüstung in einen 30m breiten, und mindestens 50m langen Gangansatz.
Du Dumme Sau
Warum kann die Höhle denn kein Einsehen haben und warum müssen wir unsere Köpfe auch in jedes dammische Loch Stecken? Jetzt müssen wir doch noch einmal zu diesem gottverlassenen Ende der Höhle zurück. Wegebauausrüstung und Biwak Material inklusive. Die Freude hält sich in Grenzen.
Nachdem sich Alex auch die Bescherung angeschaut hat (und zu selbem Ergebnis kommt) machen wir uns, vermessend, auf den Rückweg.
In der kleinen Halle deponieren wir etwas Material und stärken uns bevor es endgültig zurück geht. Kurz vor der Sahara waschen wir unser Material in einem Tümpel. Wie schön, wenn der Schleifsack wieder gelb ist, und keine 3 kg wiegt!
Erschöpft erreichen wir gegen 2 Uhr die anderen im Biwak.
Donnerstag
Nach ausschlafen und spätem Frühstück machen Andrew und ich uns auf zum Diophan Schlot, Ethan und Paul besichtigen die Sahara während Alex im Camp das komplett aus dem Ruder gelaufene Klogebiet großzügig mit Sand überschüttet und ein aktuelles Inventar aufstellt. Am Endpunkt der gestrigen Schlosserei überlässt Andrew mir den Vortritt und so arbeite ich mich mit dem verbleibendem Material bis zu einem kleinem Sims hinauf. In mittlerweile weit über 70m Höhe kann man endlich das Dach der herrlichen Ellipse erkennen. Nach rechts verläuft sich die Decke in ein kleines Loch das verdächtig nach einer blinden Auskolkung aussieht. Links ist in ca. 8m Höhe ein großes, einladendes Wandauge zu sehen, dass seine Geheimnisse von unserem Sims aus nicht Preis gibt. Auch hier wird man mit mehr Material im Gepäck zurückkommen müssen.
Freitag
gegen 8 Uhr machen wir uns auf den Rückweg. 6 ½ h später stehen wir ohne Vorkommnisse am Parkplatz und machen uns auf den Rückweg.
Axel